User Story Maps – Tools und deren Möglichkeiten

Behalte den Überblick

User Story Maps sind ein unglaublich wertvolles Hilfsmittel, um kreativ die Unmengen von Ideen und Features eines Produkts zu erarbeiten und überblicken. Es eignet sich ausgezeichnet, um die eindimensionalen Grenzen eines Backlogs zu sprengen und entlang des Prozesses („Flow“) die Stories zu diskutieren und priorisieren. Das i-Tüpfelchen dabei ist, dass die Ziele der beteiligten Benutzerrollen stehts mit im Fokus bleiben. Dank der zweidimensionalen Visualisierung erkennt man  sofort, mit welchen Stories der gesamte Flow End to End implementiert werden kann und ermöglichen einen raschen Blick auf das Minimum Viable Product (MVP).

User Story Map Ebenen
User Story Map Key-Elemente

Eine User Story Map lebt von der Kollaboration. Die Map wird gemeinsam im Team und mit den Stakeholdern erarbeitet, ergänzt, diskutiert und priorisiert. Hat man eine physische Map im Büro hängen, kann diese beliebig ergänzt werden. Zum Beispiel mit farbigen Klebepunkte für Stories mit Abhängigkeiten, Logo des verantwortlichen Teams oder Symbole für die Komplexität.

Wer bereits mit physischen User Story Maps gearbeitet hat weiss aber auch um deren Schwächen:

  • Die Grösse der Map nimmt sehr schnell zu und die Wände sind begrenzt.
  • Das Verschieben von Sticky Notes ist –  insbesondere zu Beginn, wenn noch nicht alle Activities oder Tasks identifiziert sind – sehr mühsam. Und was macht man mit den Sticky Notes, welche jeweils frühmorgens am Boden herumliegen?
  • Irgendwann kommen die Stories ins digitale Issue-Tracking System und das eindimensional Backlog wird zur Diskussionsgrundlage – die Gesamtsicht geht wieder verloren.
  • Verteilte Teams kommen nicht in den Genuss dieser wertvollen Technik.

Digitale User Story Map

Abhilfe kann ein digitales, integriertes User Story Map Tool schaffen. Aber welches eignet sich am besten und was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile? Wir haben uns auf die Suche gemacht und fünf vielversprechende Tools näher betrachtet. Dabei sind wir uns sicher, dass es in der Welt da draussen noch viele mehr zu entdecken gibt. Haben Sie bereits mit einer App tolle Erfahrungen gemacht? Wir freuen uns über jedes Feedback!

Kriterien

Die Apps haben wir unter den Gesichtspunkten der 5K betrachtet. „Was ist den das?“ denken Sie sich völlig zurecht. Wir haben die 5K kurzerhand für diesen Artikel als Bewertungsraster kreiiert. Sie stehen für:

  • Kollaboration
  • Kreativität
  • Konnektivität
  • Kosten
  • Konklusion

Jedes der Tools bietet eine grosse Funktionsvielfalt. In der nachfolgenden Beschreibung kratzen wir bestenfalls an der Oberfläche und möchten Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln, was alles möglich ist. Bei Fragen sind wir sehr gerne für Sie da.

Summary

Sie haben die Qual der Wahl. 

StoriesOnBoard bietet hinsichtlich Story Maps den grössten Funktionsumfang, beschränkt sich aber auch darauf.

Mit draw.io erhält man ein superflexibles Tool für die Modellierung von Diagrammen und können einfach Story Maps erstellen (halten Sie im Blog Ausschau nach „Kundengeschenk“ – wir haben etwas für Sie vorbereitet 🙂 ). Leider fehlt eine enge Verzahnung zwischen den modellierten Stories und dem Entwicklungs-Backlog. 

Das kann wiederum Story Map von Easy Agile hervorragend. Mit einem Klick erhält man sein Backlog mit all den Epics und dazugehörigen Stories zweidimensional dargestellt. Für PO’s und das Team unglaublich hilfreich bei der Backlogpflege. Einschränkungen zeigen sich in der kreativen, explorativen Phase einer Story Map. 

Mit Miro erhalten Sie ein digitales Whiteboard mit vielen Vorlagen, unter anderem User Story Map. Das der Hersteller dabei verteilte Teams im Fokus hatte erkennt man schnell an den vielen kreativen und kollaborativen Funktionen. 

Ähnliche Funktionen bietet auch die noch junge App Draft.io. Sie überrascht insbesondere mit neu gedachten Kreativ-Elementen.

Sämtliche angeschauten Tools können mit Jira integriert werden. StoriesOnBoard und Miro bieten zudem eine grosse Vielfalt weiterer Integrationen mit Issue-Tracker- oder Kommunikationsapps.  

Wir unterstützen Sie gerne dabei herauszufinden, welche App Ihre Bedürfnisse ab Besten abdeckt. 

Miro

Miro User Story Map

Kollaboration

Miro ist durch und durch ein Kollaborations-Tool, designed für verteilte Teams. Neben dem User Story Map Template gibt es noch viele weitere Canvas, um gemeinsam an virtuellen Whiteboards zu arbeiten. Für das gemeinsame, virtuelle Arbeiten lässt Miro deshalb fast keine Wünsche offen. 

Die Infrastruktur läuft auf Amazon Web Services AWS. Für Unternehmenskunden bietet Miro eine Vielzahl von Security und Control Funktionen.

Kreativität

Die Cards lassen sich einfach hin und her schieben. Eine neue Card ist nur ein Mausklick entfernt. Zudem lässt sich die Map mit Sticky Notes, Formen, Kommentaren, Freihandzeichnungen, Mind-Maps, Links usw. ergänzen. Die Cards lassen sich einer Person zuweisen und mit einer Beschreibung und Fälligkeitsdatum versehen. Leider ist es nicht möglich, den Aktivitäten Benutzerrollen zuzuweisen oder den Cards Anhänge hinzuzufügen.

Konnektivität

Im eigenen Miro-Marketplace finden sich Apps für die Integration einer Vielzahl von bekannten und verbreiteten Tools. Von Azure DevOps, Jira und Trello über Slack, MS Teams, Google Drive, OneDrive, Dropbox bis zu Github, Confluence, MS Excel und Salesforce. Wichtig: Die Verfügbarkeit einiger Apps beschränkt sich auf ausgewählte Preispläne! Miro ist auch als Smartphone und Tablet App verfügbar. Im Video zu Jira zeigen sich die Vorzüge einer Integration. Mit wenigen Klicks können Cards aus Jira in Miro angezeigt , Jira Issues erstellt oder Cards aus MIRO in Jira Issues umgewandelt werden.

Kosten

Miro kennt 4 Preispläne.  In der Free-Version haben eine unlimitierte Anzahl von Members Zugang. Die Einschränkung liegt bei maximal 3 Boards und einer begrenzen Anzahl von Integrations-Apps und Features. Bei den kostenpflichtigen Plänen wird pro Member abgerechnet und sie unterscheiden sich im Wesentlichen bei den Möglichkeiten, Miro in die Unternehmensprozesse/Infrastruktur einzubinden. 

Konklusion

Fällt der Entscheid auf Miro erhält man viel mehr als ein reines User Story Map Tool. Leider fehlen bei der Map die Benutzerrollen und die Möglichkeit, Cards mit mehr als reinem Text zu ergänzen. Dank der vielseitigen Hilfsmittel können diese Kritikpunkte mit ein wenig Kreativität abgeschwächt werden. Die Integration in die weitverbreiteten Issue-Tracking Tools Jira und Azure DevOps sind erst ab dem Team- bzw. Enterprise-Plan verfügbar. In der Gratis-Version lassen sich aber bereits andere weitverbreitete (teilweise)Gratis-Tools wie Trello, Slack und Google Drive integrieren.

Easy Agile

Easy Agile User Story Map

Kollaboration

Story Maps von Easy Agile ist als App für Jira verfügbar. Die Art der Zusammenarbeit orientiert sich aus diesem Grund auch stark an den Funktionen von Jira. Sobald das Add-on installiert und aktiviert ist bietet es die Möglichkeit, Stories und Epics aus Backlogs als Story Map darzustellen und im Team an der Map zu arbeiten.

Kreativität

Die Stärke von Story Map ist das Aufbrechen der Eindimensionalität eines Jira Backlog. So erhält das Team ein Werkzeug für effizientes Backlog-Management. Die Epics und dazugehörigen Stories können unkompliziert auf der Map geplant, priorisiert und aktualisiert werden.  

Die Vorteile der engen Bindung an Jira geht leider auf Kosten der Kreativität in der explorativen Phase einer Story Map. Zu Beginn eines neuen Vorhabens müssen die Aktivitäten und Tasks und Stories erst durch das Team identifiziert werden. Damit verbunden ist das Erfassen, Verwerfen, neu Ordnen und Priorisieren von Ideen. Durch die Einschränkung auf Epics und Stories eignet sich Story Map hierfür nur bedingt. 

Was aktuell gänzlich fehlt ist die Stufe der User Activity. Gemäss Roadmap ist diese aber als nächstes grösseres Feature geplant.

Konnektivität

Die Produkte von Easy Agile sind ausschliesslich im Atlassian Marketplace – sowohl für Cloud wie auch Server – verfügbar. Dadurch sind diese voll in Jira integriert aber nicht in alternativen Issue-Tracking Apps verfügbar.

Kosten

In der Cloud-Version wird nach einer 30-tägigen kostenlosen Testphase pro Benutzer abgerechnet. Mit einer Pauschale von $ 10 pro Monat können bis zu 10 Personen Story Map verwenden. Ab 11 Benutzer wird abgestuft pro Benutzer abgerechnet. Die ersten 100 User kosten $ 2.80 pro Benutzer pro Monat, bis 200 User $ 2.60 usw.

Als Atlassian Platinum Solution Partner können wir Ihnen eine Offerte zu attraktiven Konditionen in Schweizer Franken zukommen lassen:

Konklusion

Story Map von Easy Agile bietet hervorragend Unterstützung in der Backlog-Pflege in Jira. Selbst wenn Sie nicht mit Story Maps arbeiten bietet die zweidimensionale Darstellung der Epics und Stories einen erheblichen Mehrwert. 

Durch die fehlende User-Activity und Benutzerrollen Ebene eignet sich die App leider nur bedingt für die kreative Erstellungsphase einer Story Map. Wenn Sie hierfür aber sowieso den phyischen Weg bevorzugen, kann Story Map die Brücke von der Exploration (Sticky Notes) zur Umsetzung (Jira Ticket) schlagen.

Draw.io

draw.io User Story Map

Kollaboration

Bei draw.io handelt es sich um eine App zum Modellieren von Diagrammen. Sie können es als einzelnen Benutzer gratis online unter draw.io  verwenden oder von dort als Progressive Web App (PWA) downloaden. Um die Diagramme mit anderen zu verwenden hat sich draw.io auf die Integration mit Jira und Confluence fokussiert. Mit der App aus dem Atlassian Marketplace lassen sich Diagramme direkt in Confluence oder in Jira-Issues erstellen und bearbeiten. Dabei ist die Versionierung gewährleistet. Die Diagramme werden zudem indexiert, sodass sie mit der Suche in Confluence/Jira gefunden werden.

Kreativität

Ähnlich wie in MS-Visio erhält man eine randlose Zeichenfläche, auf welcher man sich austoben kann. draw.io ist in erster Linie ein Tool zum Modellieren. Das zeigt sich auch an der Vielzahl von vorhandenen Shapes und Template Vorlagen. Wenn etwas fehlt ist das auch kein Problem. Sie können Ihre Vorlage oder eine Shape Library  einfach selbst erstellen. Die einzelnen Shapes lassen sich nach Lust und Laune formatieren. 

Das Hinzufügen von neuen Aktivitäten oder Tasks gestaltet sich leider etwas umständlich, weil hierfür alle Shapes verschoben werden müssen. Das geht mit markieren und dann verschieben ganz gut, eine Funktion zum Einfügen von zusätzlichem Platz (ähnlich wie in OneNote) wäre aber sehr hilfreich.

Konnektivität

draw.io ist Online, als PWA oder als Confluence/Jira Add-on verfügbar. Es lassen sich unter anderem MS-Visio und Gliffy Diagramme importieren. draw.io ist eng mit Confluence bzw. dem Jira-Issue verzahnt. So lassen sich zum Beispiel in einem Diagramm Links zu einer bestimmten Abschnitt in Confluence einfügen. Leider ist es nicht möglich, Jira-Issues direkt in ein Diagramm einzufügen oder aus den Shapes Jira-Issues zu erstellen. Abhilfe kann eine Verlinkung vom Shape zum Jira-Issue schaffen, was handkehrum Pflegeaufwand bedeutet.

Rufen die EntwicklerInnen bei Ihnen nach einem coolen Innovations-Projekt? draw.io lässt sich mit eigenen Plug-in’s erweitern.

Kosten

Für Confluence und für Jira muss je eine separate App gekauft werden. Abgerechnet wird pro Benutzer. In der Cloud Version kostet die App für Confluence für bis zu 10 Benutzer monatlich $ 5, für Jira $ 2. Von 11 bis 100 Benutzern $ 0.55  bzw. $ 0.2 pro User/Monat. Weitere Details und die Kosten der Server-Version können Sie dem Atlassian Marketplace entnehmen oder direkt bei uns Anfragen. Die App kann während 30 Tagen kostenlos getestet werden. Wie bereits eingangs erwähnt, können Sie im Web gratis – aber ohne Confluence/Jira Integration – draw.io ausprobieren.

Als Atlassian Platinum Solution Partner können wir Ihnen eine Offerte zu attraktiven Konditionen in Schweizer Franken zukommen lassen:

Konklusion

Wenn Sie draw.io bereits im Haus haben, können Sie mit dieser App wunderbare Story Maps in Confluence erstellen und  mit dem Team daran arbeiten. Wenn Sie mögen, können Sie auch gleich noch die Mock-ups für das MVP in draw.io erstellen. Besonders erwähnenswert ist die einfache Erweiterung um eigene Vorlagen und Shape-Libraries. „Write once use everywhere“. Wünschenswert wäre die Möglichkeit, Shapes direkt mit Jira-Issues zu verknüpfen, um Beispielsweise den Status oder die ID zu sehen. Dies ist leider nur begrenz mit der URL auf den Jira Link möglich.

K wie Kundengeschenk

Sie haben richtig gelesen – hier kommt noch ein sechstes ‚K‘. Im Rahmen der Recherche haben wir sowohl eine Shape-Library wie auch ein Template für Story Maps erstellt und wollen diese mit Ihnen teilen. Wenn Sie draw.io bereits benutzen oder die Story Map online ausprobieren möchten, kontaktieren sie uns und wir senden Ihnen die Vorlagen gratis zu: 

StoriesOnBoard

StoriesOnBoard User Story Map

Kollaboration

StoriesOnBoard konzentriert sich voll und ganz auf die digitale, kollaborative Story Maps. Innerhalb eines Workspace können unlimitiert Story Maps angelegt werden. Für eine einzelne Map lassen sich die  daran arbeitenden Mitarbeiter („Collaborators“) definieren. Über Card oder Board Kommentare können Sie sich im Team über die Map austauschen.

Die Infrastruktur läuft auf Microsoft Azure. In der Pro oder Enterprise Version bietet StoriesOnBoard zusätzliche Security und Control Funktionen an. 

Kreativität

Man erkennt die Fokussierung des Produkts auf Story Maps. Für jede Map lassen sich Personas definieren (mit eigenem Avatar), Card Annotationen festlegen und einen Card Color Code definieren. Die Cards sind in ihrer Ausgestaltung sehr flexibel. Ob Markdown, Emojis, Attachments, Kommentare, Schätzungen, Status – es bleiben fast keine Wünsche offen. Was auch gefällt ist die Art des Filterns. Die Karten werden nicht einfach in einer Liste angezeigt, sondern im Board hervorgehoben. So kann ein Gespräch über einen bestimmten Ausschnitt der Map voll fokussiert stattfinden.

Wermutstropfen sind die fehlenden eindeutigen ID’s pro Card und – das ist aber reine Geschmackssache – die fehlende Möglichkeit, den etwas tristen grauen Hintergrund zu ändern.

Konnektivität

StoriesOnBoard bietet eine two-way Integration der Cards in die bekannten Issue-Tracker Jira, Trello, Azure DevOps und GitHub. Mit Slack lässt sich auch eine bekannte und weitverbreitete Messaging App integrieren. Die volle Liste der Integrationen finden sie im Link. Ein Selbstversuch mit Trello hat gezeigt, dass die Einrichtung einfach machbar ist und die Synchronisation super funktioniert. Bei einer Integration erhält man übrigens auch die ID der Card im Issue-Tracking Tools auf die Card in StoriesOnBoard.

Kosten

StoriesOnBoard kennt vier Preispläne wobei die ersten drei maximal 40 Editors erlauben. Zu erwähnen ist, dass die Anzahl der Viewers in sämtlichen Plänen unbeschränkt ist. Im Basic Plan kostet der 1. Editor $ 19, jeder weitere $ 9.

Im Standard Plan – ab hier sind die Integrationen verfügbar – kostet die erste Person $ 26, jede weitere $ 12. Der Pro Plan  bringt zusätzliche Security und Control Funktionen und im Enterprise Plan (ab 40 Editors) wird ein kundenspezifischer Vertrag aufgesetzt. Die Software kann während 14 Tagen gratis getestet werden. Hier können Sie die Einzelheiten zu den Plänen einsehen.

Konklusion

StoriesOnBoard merkt man die Fokussierung auf Story Maps sofort an. Die Stärken liegen dabei insbesondere in den vielen hilfreichen Funktionen für die explorative Phase einer Story Map. Dank der Integration in die bekannten Issue-Tracking-Apps lassen sich die Stories auch einfach ins Backlog überführen. StoriesOnBoard hat zudem ein vereinfachtes Statuskonzept (Open, Ready, Doing, Done), welches sich mit der integrierten App synchronisiert. Somit kann der Fortschritt direkt an der Story Map begutachtet werden.

Draft.io

draft.io User Story Map

Kollaboration

Draft.io räumt dem Teilen einen sehr hohen Stellenwert ein. Egal ob in der Free oder in der Team Version, jeder „Draft“ – so nennt sich ein Blackboard – kann ohne Einschränkung über eine Einladung oder Link geteilt werden. Nicht nur zum Anschauen, sondern auch um aktiv mitzuarbeiten. Die Team Version bietet die Möglichkeit, geteilte Ordner zu erstellen und die Zugriffe zu verwalten.

Kreativität

Bei der Erstellung eines neuen Drafts können aus einer Vielzahl von liebevoll gestalteten, vorgefertigten Templates wählen (Programm Board für PI Plannings, Scrum Board, Impact Mapping, OKR Process, Business Model Canvas etc.). Dazu gehört auch die Story Map. Bei der Ausarbeitung ist es möglich, mit Sticky Notes zu starten und diese im Laufe der Zeit mit einem Klick in Cards umzuwandeln. Eine Card kann mit Dots, Status, Voting, Links und ID annotiert werden. Leider fehlt die Möglichkeit, die Card einer Person zuzuweisen. In einem Remote Workshop oder ähnlichem, kann eine Person über Screenshare die Kontrolle über die Position auf dem Board übernehmen. Die Anderen sehen dann nur diesen Ausschnitt, können aber weiterhin auf dem Board arbeiten. 

Mit der intelligenten Stapel Funktion lassen sich durch einfaches Drag&Drop Stapel von Cards bilden, die sich anschliessend als Ganzes verschieben lassen.

Wünschenswert wäre die Möglichkeit, den Cards Attachements und eine Beschreibung hinzufügen zu können oder mittels Link auf einen anderen Platz im Board zu verweisen, um zusätzliche Details zu integrieren.

Nachtrag: Zwei Wochen nach Publikation dieses Artikels hat Draft.io auf unser Feedback reagiert und den oben genannten Wunsch umgesetzt. Wow! Das finden wir toll. Das folgende Video zeigt den Use Case:
„How to create a link to a given part of a draft“

Konnektivität

In der Team Version lassen sich die Cards nahtlos mit Jira integrieren . Issues können direkt im Draft kreiert oder aus dem Jira Backlog selektiert werden.
Weitere Applikationen lassen sich nicht integrieren.

Kosten

Draft.io kennt die drei Pläne Free, Pro und Team. In der Free Version können unlimitiert Drafts erstellt und geteilt werden. Die Beschränkung liegt bei der Erstellung von maximal 500 Objekten (z.B. ist eine Card ein Objekt). In der Pro Version für EUR 8.33 wird diese Beschränkung aufgehoben und einzelne Drafts können mit einem Passwort geschützt werden. Die Team Version schlägt mit EUR 8.33 pro User/Monat zu buche. Inkludiert ist dabei die Jira Integration.

Konklusion

Draft.io fährt einen erfrischenden Ansatz was Pricing und Kreativität betrifft. Beispielsweise findet man die Kommentarfunktion auf einer Card oder in einem übergeordneten Notification Bereich. Dafür gibt es ein durchdachtes Element namens Junk Note, welches überall auf dem Draft platziert werden kann.

Für Story Maps eignet sich das Tool hervorragend und mit der Integration in das weitverbreitete Jira lassen sich die Stories nahtlos in die Entwicklung überprüfen. Das Verschieben mehrerer Stories oder ganzen Aktivitäten funktioniert dank zoomen, selektieren und der Stapelfunktion sehr flüssig. 

Toll wäre die Möglichkeit, Cards zwischen Drafts zu teilen, um Stories aus der Map direkt im Scrum Board anzuzeigen.

Interessiert? Gerne helfen wir weiter!

Wir pflegen unser Partner Netzwerk sehr aktiv, weshalb wir in der Lage sind Sie bei der Beurteilung, Integration und Beschaffung sämtlicher Lösungen zu unterstützen. Gerne beantworten wir Ihre offenen Fragen oder erstellen Ihnen eine attraktive Offerte für die beschriebenen Tools.

User Story Maps als Methode besser kennen lernen, oder Fähigkeiten ausbauen.

Gemeinsam mit der Infometis unterstützen wir Sie beim methodischen Einsatz von User Story Maps! Von der individuellen Beratung / Coaching, bis zum Trainingsangebot der folgenden Formate an der Infometis Academy:

  • How to User Story
    Wie können Sie noch mehr aus Ihren User Stories rausholen. Wir vermitteln viele Methoden und Techniken, damit Ihre Produktentwicklung noch näher bei der Bedürfnissen ihrer Kunden ist.
  • PO Sparring
    Das persönliche Coaching Angebot für Product Owner und Business Analysten.

Lesen Sie zudem den Blog der Infometis zum methodischen Einsatz von User Story Maps.

Wir freuen uns über Ihre Nachricht!

Diesen Beitrag teilen